Buchmesse 2012 – Mittwoch bis Freitag

Buchmesse Frankfurt 2012

Eingang der Buchmesse Frankfurt 2012

Ich habe dieses Mal meine Eindrücke nach Themen zusammengefasst.

Autoren:

Ich habe dieses Jahr einige namhafte Autoren gesehen und einige Prominente, die mal wieder ein Buch veröffentlicht haben. Nein, Schwarzenegger habe ich nicht gesehen. Ich habe fast Lothar Matthäus gesehen – wenn nicht so viele Leute um ihn herum gestanden hätten, hätte ich ihn wahrscheinlich sehen können.

Aber interessanter war Yussi Adler Olson, der kein Blatt vor den Mund genommen hat und in den knapp 20 Minuten Interview mindestens drei Mal das böse englische F-Wort benutzt hat und sogar den Stinkefinger zeigte. Wieso er so emotional reagierte? Er hatte versucht seines neuestes Buch erst einmal 6 Monate nur in Printform zu veröffentlichen, musste aber das E-Book schneller nachsetzen, da ihm tatsächlich die Fanschaft aufgekündigt wurde. Warum er das überhaupt machen wollte? Um den Buchhandel zu stützen – denn er sagte, er verdanke den Händlern wesentlich mehr als den Verlagen. Denn die Händler verkaufen die Bücher mit ihrer Form sie zu platzieren.

Hakan Nesser hat auch viel über sein neues Buch erzählt und kam sehr sympathisch bei mir an.

Eine absolute Neuentdeckung für mich war Anthony McCaren. Ich kam zufälligerweise an der Bühne vorbei, wo er gerade erklärte, dass eigentlich ein Interviewer und Übersetzer da sein sollten, aber beide nicht auftauchten und er daher mal alleine anfange. Er las viel aus seinem neuen Buch, sang sogar ein Stück von Lenny (ein neuer Kurt Cobain – zumindest von der Einstellung, seine dichterische Begabung lässt da noch etwas zu wünschen übrig) und war sehr überzeugend mit seinem schwarzen Humor. Ich werde mir die Bücher auf jeden Fall kaufen!

Und dann war ich bei einer Lesung von Wolfgang Hohlbein. Da ich schon seit ‚Märchenmond‘ veröffentlicht wurde ein großer Fan bin, war ich sehr glücklich ihn wieder auf der Messe zu sehen. Sein neues Buch ‚Erstkontakt‘ ist ein Science Fiction, aber auch das Buch ist eine Art ‚Erstkontakt‘. Das Buch wird mit einem Stick verkauft, so dass man sowohl das Printbuch, als auch das E-Book besitzt. Zusätzlich dazu kann man das Buch auf jeden Reader oder PC aus dem Netz laden. Ich finde, das Format hat Potential!

Vorträge:

Auf den Twittwoch habe ich mich schon seit dem letzten Jahr gefreut: Kurzvorträge im 15-20 Minutenrhytmus. Dieses Jahr stand Social Media im Mittelpunkt und unterschiedliche Verlage haben sich zu ihren Erfahrungen geäußert. Es war wieder spannend und lehrreich!

Ansonsten hatte ich mich auf eine Podiumsdiskussion zum Thema ‚Märchenbuch – Best Practice‘ gefreut. Aber hier haben sich nur einige Leute im Alter 55+ zum Thema Grimmjahr und wie sich die Märchenbücher in den letzten hundert Jahren verändert haben. Das war wieder einer der Diskussionen, die von Fachleuten gehalten wurde, die aber schon seit Jahren keinen Kontakt mit Kindern oder Jugendlichen oder generell Leser hatten …

Ebenso witzig war die Diskussion ‚Blogger‘ ohne einen Blogger – wobei man hier sagen muss, dass der Blogger in der Bahn stecken geblieben ist und die zwei anderen Diskutierenden waren dem Thema sehr offen gegenüber.

Book Piracy – was man sich ja schon dachte: das Abschalten von Megaupload war ziemlich sinnlos. Im Gegenteil ging die Piraterie nach dem Abschalten erst richtig in die Höhe. Erstaunt es einen wirklich?

Amazon hatte Vorträge zur Kindle Independent Publishing Plattform. Martina Gercke (‚Holunderküsschen‘) und Emily Bold waren da, als Beispiel für erfolgreiche Indie-Autoren in Deutschland. Wobei Frau Gercke einen Verlagsvertrag ergattern konnte. Witzig hierbei einmal wieder die amerikanische Sicht der Welt: gehört doch Indien zu Europa. Zumindest laut einer gezeigten Folie.

Neobooks, die Indie-Plattform von Droemer-Knaur hat ein bisschen das Format geändert. Der Stand war aber genauso winzig wie letztes Jahr. Der Vortrag wurde im kleinen Kreise gehalten. Kuschelig! Aber zumindest hatte keiner Bedenken Fragen zu stellen.

Ganz durch Zufall bin ich in die Vorstellung des neuen ‚Michel Vailant‘-Comics vom Zack-Verlag geraten. Aber das war für mich etwas ganz Besonderes, da ich früher diese Comics gelesen und sie schon wieder ganz vergessen habe. Der Sohn des Erfinders und ein neuer Zeichner waren vor Ort.

Ich habe Fotos mit meinem Handy gemacht und diese zu kleinen Präsentationen zusammengestellt. Viel Spaß!

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