Artikel 5 von Kristen Simmons (deutsche Übersetzung)

Artikel 5 (Artikel 5, #1)Artikel 5 by Kristen Simmons

My rating: 3 of 5 stars

Zu allererst: die Geschichte hat mindestens 4 Sterne verdient. Die Übersetzung nicht mal einen!
Ich habe in letzter Zeit fast nur original englische Bücher gelesen und das hier wollte ich unbedingt lesen und habe es in der Bücherrei gefunden. Die Übersetzung ist an manchen Stellen falsch und an anderen fehlgeschlagen lyrisch. Hier ist nach der Übersetzung definitiv nicht noch einmal lektiriert worden und das ist WIRKLICH schade!
Beispiele: ‚Ich kostete den scharfen Geschmack von Erbrochenem auf meiner Zunge …‘ – sorry, aber kosten? Schmecken wäre sicher angebrachter.
‚Chase rammte den Wählhebel in die Parkstellung‘ – hierbei handelt es sich um die Gangschaltung eines Automatkwagens … Wählhebel?
Ansonsten wird oft von Organen gesprochen, die sich bei Angst, Panik oder anderen Gefühlsausbrüchen winden, zittern oder sonstige Dinge tun – was ich persönlich ziemlich seltsam finde.
Embers Magen schlägt auch Purzelbäume, wenn ihr schlecht vor Angst ist …

So, genug gemeckert. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, der bekommt ein spannendes Buch.
Nach einem Krieg – wer gegen wen und wieso, wird nicht erklärt – hat eine religiöse Fraktion die Macht in den USA übernommen. Und die Strafen für die Verstöße werden immer drastischer.
Ember enstammt einer unehelischen Affre, die ihre Mutter noch vor dem Krieg hatte. Eines Tages kommt das Militär un holt Embers Mutter ab und sie gleich mit. Ember kommt in ein Resozialisierungsheim, was mit der Mutter geschieht, weiß man nicht.
Eines der schlimmsten Dinge an der Geschichte ist, dass Chase, Embers Freund, der nun beim Militär ist, die Aktion begleitet.
Nach einem mißglückten Fluchtversuch aus der Resozialisierungsschule, taucht Chase wieder auf und verhilft Ember zur Flucht. Sie versuchen sich zu einem sicheren haus durchzuschlagen und müssen dabei gegen die eigenen Zweifel, innere Dämonen, das Militär, Wegelagerer und etliches mehr antreten.

Was mir gefallen hat: es wird versucht zu erklären, wie ein normaler Junge zu einem Soldaten wird, der roboterartig Leute angreift. Auch die angespannte Beziehung zwischen Ember und Chase ist unglaublich liebevoll beschrieben.

Was mir nicht so gut gefallen hat: Ember ist eine echte Heulsuse und jammert permanent. Sie spielte immer die Beschützerin für ihre Mutter, aber das nimmt man ihr nur schwer ab. Wäre der Aspekt nicht vorhanden, verhält sie sich für eine 17-jährige ziemlich den Umständen entsprechend. Dazu kommt noch, dass sie scheints ziemlich gar nichts von dem Krieg mitbekommen hat, der andernorts ganze Städte vernichtet hat.

Ich würde jedem empfehlen, der gut genug englisch kann, das Buch im Original zu lesen. Das kann nur besser sein!

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