Elsker von S.T.Bende

Elsker (The Elsker Saga, #1)Elsker by S.T. Bende

My rating: 2 of 5 stars

Normalerweise gebe ich keine schlechten Kritiken. Ich möchte daher hier noch einmal betonen, dass ich das Buch zu Ende gelesen habe und es daher wirklich ok ist – es hat Potential!

Ich habe das Buch geholt weil es: 1. kostenlos war, 2. in Wales spielt und ich neulich erst in Cardiff war und 3. nordische Götter beinhaltet. Hey, nordische Götter – die sind nicht so abgedroschen wie die römischen und griechischen und sind seltsam… jedenfalls, wenn man sich die Originalgeschichten durchliest.

Kristia lebt in einem kleinen Kaff im mittleren Westen oder so in den USA. Dort ist soe bekannt als die Verrückte, die immer mal wegtritt, weil sie in die Zukunft sehen kann. Sie hat genug und bewirbt sich nach Übersee an der Uni von Cardif in Wales (weil das näher an der Heimat ist, als London …). Bei ihrem Zwischenstop in London sieht sie den blonden Hünen zum ersten Mal, der schaut sie aber nur wütend an und verschwindet wortlos. Sie sieht ihn dann an der Uni wieder.

Spoiler Alarm
Ull, der blonde Hüne ist ein Krieger Asgards, der Stiefsohn von Thor. Er hat sein ganzes Dasein über für Asgard gekämpft und sich geopfert. Eine der Nornen oder Seherinnen (Esker) hat ihm die Liebe zu einem Menschen geweisagt. Er würde sie in Cardif kennen lernen und sie würde das Schicksal von ihm und den anderen Göttern verändern.
Thor und Odin sind aber beide nicht sonderlich begeistert von den Menschen. Vor allem weil Ragnarök – das Ende der Welt, in dem sich Asgard für die Erde/Menschen opfert – noch bevorsteht.
Kristia als Seherin ist natürlich ganz praktisch und am Ende sind Thor und Odin einverstanden sie zu einer Asgardia zu machen.

Generell ist die Geschichte erst mal nicht schlecht. Es mangelt dann an der Ausführung. Werden Szenen mit den eher unwichtigen Mitbewohnerinnen von Kristia detailliert beschrieben – meist irgendwelche make-over Geschichten – werden andere wichtige Ereignisse manchmal nur in einem Nebensatz erwähnt.
Ich konnte mich dem Gefühl irgendwann nicht mehr erwehren, dass hier eine sehr junge Autorin am Werke war, die alle Szenen, die Spaß machen geschrieben hat und zu anderen keine Lust hatte und daher diese nur nebenbei erwähnt wurden.
Hier fehlt einiges an Struktur.
Die Charaktere sind auch eher flach ausgearbeitet. Das Zusammenspiel mit Kristias Freundinnen ist oft im Vordergrund und soll wohl zeigen, das Kristia sich mausert.
Die Liebesgeschichte mit Ull… es sollte keine Insta-love werden, sondern wohl eher so, wie am Anfang von Twilight werden. Ist nicht gelungen. Dafür ändert Ull sein Verhalten viel zu schnell und Kristia ist sofort verknallt.
Kristia wirkt unreif und auch wenn sie ans andere Ende der Welt fährt, meint sie zwar, sie sein selbstsicherer, aber irgendwie kann man die Entwicklung nicht sehen, weil sie sobald sie in London ankommt sofort selbstsicher und kämpferisch ist. Da es aber nur ein oder zwei Kapitel in ihrer Heimar gibt, sieht man den Unterschied nicht wirklich.
Ull, als nordischer Gott des Winters überzeugt mich auch nicht. Er ist eher normal und langweilig. Laut Internet ist Uller ein alter Gott und neben dem Winter auch noch für Jagd und Ackerbau zuständig. Die alten nordischen Götter kommen mir immer sehr unnahbar und weniger menschlich vor, wie römische und griechische. Ull ist mehr Mensch, als Gott. Überhaupt – was macht denn nun seine Göttlichkeit aus? Dass er unsterblich ist? Auf solche Dinge wird nicht eingegangen. Auch wenn es um seine Vergangenheit geht, sagt er immer nur, er hat schreckliche Dinge gemacht….aber was denn?

Alles in allem benötigt das Buch eine Überarbeitung und aus dem rohen Diamanten kann wirklich ein Schmuckstück werden!

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